Hausbar

Fertighäuser – der Ratgeber

Fertighäuser zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht vor Ort gebaut werden. Die Herstellung erfolgt größtenteils in einer Fabrik. Nachdem sämtliche Komponenten angefertigt worden sind, werden diese zur Baustelle transportiert und in wenigen Tagen aufgebaut. Je nach Ausführung muss mit einer Gesamtbauzeit von 4 bis 12 Wochen gerechnet werden.

Bevor ein Bauherr ein Fertighaus bestellen kann, muss er ein geeignetes Baugrundstück kaufen. Danach kann er sich an einen Architekten wenden, um ihn mit der Bauplanung zu beauftragen. Es muss natürlich bei der örtlichen Stadt- oder Kommunalverwaltung eine Baugenehmigung beantragt werden. In der Baugenehmigung sind auch diverse Anforderungen an das Fertighaus aufgeführt. Das können beispielsweise die Dachform, die Fenster und Türen oder die Farbe der Fassade sein. Welche Anforderungen ein Fertighaus erfüllen muss, hängt von der jeweiligen Behörde ab. Nachdem dies alles geklärt ist, können sich der Bauherr und der Architekt an einen Fertighaushersteller wenden. Die Hersteller bieten ihren Kunden oftmals an, verschiedene Musterhäuser zu besichtigen. Findet der Bauherr an einem der Musterhäuser Gefallen, kann der Hersteller ihm innerhalb kurzer Zeit ein vergleichbares Haus bauen.

Bis in die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die meisten Fertighäuser standardisiert. Relativ preiswerte Standardmodelle gibt es zwar immer noch, doch in der heutigen Zeit können die Bauherren Fertighäuser individuell anfertigen lassen. Es sind diverse Größen und Bauformen möglich. Mit modernster Produktionstechnik ist dies kein Problem mehr. Bevor die Fertighausfirma mit der Produktion beginnt, findet noch eine sogenannte Bemusterung statt. Als Bemusterung wird ein fachliches Gespräch zwischen einem Vertreter des Herstellers, dem Bauherrn und dem Architekten bezeichnet. Bei diesem Gespräch werden alle Details geklärt und vertraglich festgelegt. Erst danach beginnt die eigentliche Produktion. Es wird auch gleich ein Termin zur Fertigstellung festgelegt. Zu diesem Termin muss der Bauherr auch das Baugrundstück so vorbereitet haben, dass das Fertighaus aufgebaut werden kann.

Fertighäuser haben gegenüber Massivhäusern den Vorteil, dass sie meistens sehr viel günstiger sind. Da die Herstellung in Fabriken durchgeführt wird, können Witterungseinflüsse den Bau nicht beeinflussen. Lediglich zum Aufbau sollte es einige Tage trocken sein, da die einzelnen Komponenten mit schweren Lkw zum Bauplatz geliefert werden. Ein Nachteil bei den Fertighäusern besteht allerdings darin, dass sich die Form später nicht mehr ändern lässt. In den meisten Fällen ist es hinterher nicht mehr möglich, einen Anbau zu erstellen, oder auch die Aufteilung der Räume zu verändern.

Die Qualität der Fertighäuser ist mittlerweile so gut, sodass sie in puncto Energieeffizienz den Massivhäusern in nichts mehr nachstehen. Sie erfüllen alle gängigen Energiesparnormen. Es ist auch möglich, Fertighäuser mit modernster Heiz- und Klimatechnik auszustatten. Fertighäuser sind also eine gute Alternative für alle Bauherrn, die ein gutes und günstiges Haus bekommen möchten.

Share This: